Versante Nord Bianco 2024 Eduardo Torres Acosta
26,90 €
| Weinlese | |
|---|---|
| Hersteller | |
| Typ | Weisswein |
| Formato | 75 Cl |
| Provenienz | Italien |
| Weintraube | Carricante, Catarratto, Minnella |
| Magazzino | |
| Bollino | handwerklich, Heimische Hefen, Stahl |
Versante Nord Bianco 2024 – Etna Bianco IGT
Überblick
Versante Nord 2024 von Eduardo Torres Acosta ist ein Weißwein von den nördlichen Hängen des Ätna, aus alten Weinbergen in sechs historischen Contrade: Pietramarina, Allegracore, Piano Daini, Friera, Zucconero und Marchesa. Er spiegelt eine fragmentierte Vulkanlandschaft wider, in der jede Parzelle einen eigenen Ausdruck des Terroirs liefert. Die Weinberge enthalten natürlich 10–15% weiße Rebsorten innerhalb alter Nerello-Mascalese-Anlagen, was Komplexität und Identität verleiht. Das Ergebnis ist ein präziser, reduzierter und stark vom Ätna geprägter Weißwein.
Weingeschichte
Dieser Wein entsteht aus der Wiederherstellung alter Weinberge an der Nordseite des Ätna, einem historischen landwirtschaftlichen Erbe mit gemischten Pflanzungen. Die Reben, mit einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren, sind ein lebendiges Zeugnis traditioneller etneischer Weinbaukultur. Die Präsenz weißer Sorten in ursprünglich roten Weinbergen spiegelt ein altes System wider, das heute sensibel neu interpretiert wird.
Philosophie im Weinberg
Der Weinbau folgt einem natürlichen Ansatz mit Fokus auf Gleichgewicht und Bodenleben im vulkanischen Umfeld. Die Weinberge werden überwiegend im traditionellen Alberello- und doppelten Ätna-Kordon-System bewirtschaftet, angepasst an extreme Bedingungen. Ziel ist es, die Komplexität der Weinberge zu bewahren und niedrige Erträge sowie authentische Herkunftsausdruck zu erhalten.
Kellerarbeit (Rebsorten inklusive)
Die Vinifikation ist vollständig natürlich mit spontaner Gärung ohne Temperaturkontrolle. Die Cuvée besteht zu etwa 50% aus Minnella und zu 50% aus autochthonen Sorten wie Carricante, Catarratto, Inzolia und Grecanico, die Struktur, Frische und aromatische Komplexität beitragen. Eine kurze Maischestandzeit von etwa zwei Tagen bringt Tiefe und Textur.
Der Ausbau erfolgt in Betontanks und alten 2,28 hl Holzfässern, um Reinheit und Präzision zu bewahren. Der Eingriff im Keller ist minimal, um die vulkanische Identität des Ätna klar auszudrücken.
Verkostungsnotizen
Farbe: helles Strohgelb mit goldenen Reflexen.
Nase: Zitrusfrüchte, Blüten, mediterrane Kräuter, Feuerstein und feine salzige Noten.
Gaumen: straffe, vertikale Struktur, lebendige Frische, ausgeprägte Salzigkeit und ein langer, leicht mandeliger, mineralischer Abgang.
Speiseempfehlung
Ideal zu strukturierten Meeresfrüchten, Krustentieren, gegrilltem Fisch sowie bitteren Gemüse- und Kräutergereichten. Auch hervorragend zu frischen Käsesorten und traditioneller sizilianischer Küche.
Technisches Datenblatt
- Klassifikation: Etna Bianco IGT
- Rebsorten: 50% Minnella, 50% Carricante, Catarratto, Inzolia, Grecanico
- Boden: feine vulkanische Asche des Ätna
- Landwirtschaft: natürlich
- Rebalter: über 50 Jahre
- Ernte: letzte Septemberwoche
- Vinifikation: spontane Gärung, 2 Tage Maischestandzeit, keine Temperaturkontrolle
- Ausbau: Beton und alte 2,28 hl Fässer
- Enthält Sulfite
Eduardo Torres Acosta
Geschichte
Eduardo Torres Acosta wurde 1982 auf Teneriffa geboren und wuchs in einer Familie auf, die eng mit dem traditionellen Weinbau verbunden ist. Schon früh entwickelte er ein starkes Interesse am Weinberg, was ihn zum Studium der Agraringenieurwissenschaften und Önologie führte. Diese Ausbildung prägte einen technischen, aber stark auf den Weinberg ausgerichteten Ansatz, bei dem Beobachtung und Wissenschaft im Gleichgewicht stehen.
Nach seinen ersten Erfahrungen in Spanien führte ihn sein Weg in neue Regionen. 2012 nahm er an der Weinlese bei Arianna Occhipinti teil, ein entscheidender Moment in seiner Entwicklung. Im folgenden Jahr arbeitete er als Önologe bei Passopisciaro am Ätna und lernte eine extreme Form des Weinbaus kennen, geprägt von vulkanischen Böden, Höhenlagen und alten Reben im Buschsystem.
2014 begann er mit der Wiederherstellung gepachteter Weinberge an der Nordseite des Ätna. Dieses komplexe, aber sehr vielversprechende Gebiet besteht aus historischen Contrade und fragmentierten Parzellen. Aus dieser Arbeit entstand die Grundlage seines heutigen Weinguts. Im selben Jahr wurde der erste offizielle Jahrgang abgefüllt.
Philosophie im Weinberg
Seine landwirtschaftliche Philosophie basiert auf einem klaren Prinzip: menschliche Eingriffe auf ein Minimum zu reduzieren. Der Weinberg wird beobachtet und interpretiert, nicht kontrolliert, wobei das Gleichgewicht des Ökosystems im Vordergrund steht.
Die meisten Weinberge sind als traditionelle Alberello-Erziehungssysteme des Ätna angelegt, mit vielen alten Rebstöcken. Dieses Erbe wird durch Handarbeit und kontrollierte Erträge bewahrt, um Konzentration und Herkunftscharakter zu stärken.
Kellerarbeit
Im Keller verfolgt er einen minimalistischen und nicht-invasiven Ansatz. Die Vinifikation begleitet den Wein, ohne seine natürliche Ausdruckskraft zu verändern. Die Gärung erfolgt mit einheimischen Hefen und minimaler technischer Intervention.
Der Ausbau findet in neutralen Behältern wie Edelstahl oder gebrauchten großen Holzfässern statt, um aromatische Einflüsse zu vermeiden. Ziel ist die Reinheit der Frucht und der vulkanische Charakter des Ätna.
Produktionsvision
Heute bewirtschaftet das Weingut rund 4,7 Hektar, verteilt auf 9 Weinberge in unterschiedlichen Höhenlagen und Contrade. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung alter Reben und der Hervorhebung mikro-territorialer Unterschiede.
Die Philosophie umfasst zudem den ständigen Austausch mit anderen Produzenten und Regionen, um Perspektiven zu erweitern, ohne die Identität zu verlieren. Das Ergebnis sind Weine, die den Ätna klar, präzise und unverwechselbar ausdrücken.
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