Passofonduto 2022 Giuseppe Cipolla
46,90 €
| Weinlese | 2022 |
|---|---|
| Hersteller | |
| Typ | Rotwein |
| Formato | 75 Cl |
| Provenienz | Italien |
| Weintraube | Nerello Mascalase, Nero d'Avola |
| Magazzino | |
| Bollino | handwerklich, Heimische Hefen, Holzfässer, Stahl |
Passofonduto 2022
Weinüberblick
Der Passofonduto 2022 ist ein Rotwein, der die Identität und die önologische Vision von Giuseppe Cipolla im Platani-Tal in Zentralsizilien direkt zum Ausdruck bringt. Er stammt aus Passofonduto, einer Region mit komplexen Böden aus Ton, Kalk und Gips, die Struktur, Salzigkeit und mineralische Tiefe verleihen. Die Cuvée aus Nerello Mascalese (80%) und Nero d’Avola (20%) schafft ein Gleichgewicht zwischen Eleganz, Spannung und reifer Frucht. Der Jahrgang 2022 zeigt eine konsequente handwerkliche Interpretation von Weinberg und Keller. Die Produktion folgt einem minimalen Eingriffsansatz entsprechend der Philosophie des Weinguts. Der Wein ist ein moderner Ausdruck des sizilianischen Inlandsterritoriums.
Geschichte und Kontext des Weins
Passofonduto ist nach dem Gebiet benannt, in dem das landwirtschaftliche Projekt von Giuseppe Cipolla im Jahr 2014 begann. Dieser Wein repräsentiert eine der direktesten Ausdrucksformen der frühen Entwicklungsphase des Betriebs. Der Jahrgang 2022 zeigt die fortschreitende stilistische Reifung in der Interpretation des Platani-Tals. Die Weinberge liegen in einer Landschaft mit hoher Biodiversität und starken mineralischen Einflüssen. Die Verwendung autochthoner Rebsorten unterstreicht die enge Verbindung zur sizilianischen Weintradition.
Weinbergsphilosophie
Die Trauben stammen aus Weinbergen auf Ton-, Kalk- und Gipsböden, die die Struktur des Weins wesentlich prägen. Die Bewirtschaftung erfolgt mit großem Respekt vor dem natürlichen Gleichgewicht der Reben und mit minimalen Eingriffen. Nerello Mascalese bringt Säure, aromatische Finesse und Vertikalität, während Nero d’Avola Struktur, Körper und Fruchtreife liefert. Die Lese erfolgt nach optimaler Balance zwischen Reife und Frische. Ziel ist ein unverfälschter Ausdruck des Terroirs.
Vinifikation und Ausbau
Die Vinifikation erfolgt mit entrappten und gepressten Trauben, einer Gärung in kleinen Behältern und etwa 6 Tagen Maischekontakt. Die Gärung verläuft spontan im Rahmen eines handwerklichen Minimalinterventionsansatzes. Der Ausbau erfolgt über einen Winter in alten Eichenfässern und sorgt für sanfte Mikrooxidation ohne starke Holzaromen. Dadurch entsteht ein harmonischer und gut integrierter Wein. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Rotwein mit klarer territorialer Identität.
Verkostungsnotizen
Farbe: leuchtendes Rubinrot mit leichten granatroten Reflexen.
Nase: reife rote Früchte, feine Gewürze und mineralische Noten des Gipsbodens.
Gaumen: ausgewogener Auftakt, feine Tannine, Frische und salziger Abgang.
Speiseempfehlung
Passt zu Fleischsaucen, traditionellen sizilianischen Gerichten, gegrilltem roten Fleisch und Lamm. Auch geeignet für würzige mediterrane Küche.
Technisches Datenblatt
- Jahrgang: 2022
- Format: 0,75 L
- Rebsorten: Nerello Mascalese 80%, Nero d’Avola 20%
- Herkunft: Passofonduto (Platani-Tal, Caltanissetta)
- Boden: Ton, Kalk und Gips
- Vinifikation: Entrappung, Gärung in kleinen Behältern, 6 Tage Maische
- Ausbau: ein Winter in alten Eichenfässern
- Alkohol: 12,5%
- Serviertemperatur: 16–18 °C
- Enthält Sulfite
Weingut Giuseppe Cipolla
Geschichte und Identität des Weinguts
Das Weingut Giuseppe Cipolla liegt im Herzen des Flusstals Platani zwischen den Provinzen Agrigent und Caltanissetta in einer Landschaft aus kalk- und gipshaltigen Hügeln, die eine der geologisch interessantesten Regionen Siziliens bilden. Das Projekt entstand 2014 in Passofonduto, einem symbolischen Ort und operativen Zentrum der gesamten landwirtschaftlichen Tätigkeit, innerhalb der sogenannten „Gips-Schwefel-Formation“.
Giuseppe Cipolla, geboren 1979, stammt aus einem völlig anderen beruflichen Umfeld und arbeitete über zwanzig Jahre in einer Notariatskanzlei. Seine Entscheidung für den Weinbau stellt einen radikalen und bewussten Wandel dar, geprägt von persönlicher Suche und starker Verbundenheit zur Natur.
Das Projekt begann auf kleiner Fläche mit etwa 1,5 Hektar und wuchs schrittweise auf bis zu fünf Hektar, stets mit handwerklichem Charakter. Das Familienhaus wurde zum Produktions- und Denkzentrum.
Das Weingut ist nicht nur Produktionsstätte, sondern auch Raum für Reflexion und Experiment. Jeder Wein entsteht aus einem kontinuierlichen Denkprozess, geprägt von Verkostungen und Austausch. Die Entwicklung ist langsam, konsequent und eng mit dem Terroir verbunden.
Weinbergsphilosophie und Bewirtschaftung
Die Weinbergsphilosophie basiert auf dem Gleichgewicht zwischen Umwelt, Boden, Rebsorte und menschlichem Eingriff. Die Reben wachsen auf kalk- und gipshaltigen Böden, die Struktur und Charakter der Weine entscheidend prägen.
Die Sorten Nero d’Avola, Nerello Mascalese, Catarratto und Zibibbo werden im traditionellen Buschsystem (Alberello) erzogen, das Konzentration und Identität fördert. Die Bewirtschaftung erfolgt mit minimalen Eingriffen und großem Respekt für das Ökosystem.
Jede Parzelle wird einzeln interpretiert, mit getrennten Lesezeitpunkten zur Hervorhebung jedes Mikroterroirs. Ziel ist es, die Herkunft des Bodens klar im Wein auszudrücken.
Die Biodiversität mit Wäldern, Wildpflanzen, Oliven- und Mandelbäumen schafft ein natürliches Gleichgewicht im Weinberg.
Kellerarbeit und Vinifikation
Die Kellerei ist eine einfache Struktur innerhalb des Familienhauses in Passofonduto und dient als handwerklicher und experimenteller Raum. Die Vinifikation erfolgt mit minimalen Eingriffen, um die Identität der Trauben zu bewahren.
Die Gärung erfolgt spontan durch indigene Hefen, ein zentrales Element des Terroir-Ausdrucks. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Jahrgang und Weinberg erhalten.
Der Ansatz legt Wert auf Transparenz und territoriale Klarheit, ohne invasive Techniken. Der Ausbau variiert je nach Parzelle und Jahrgang.
Der Wein wird begleitet, nicht kontrolliert, sodass der Boden seine Struktur bestimmt. Jede Flasche ist eine Synthese aus Ort, Klima und Winzersensibilität.
Produktionsvision und Stilidentität
Das Projekt zeichnet sich durch kontinuierliche Entwicklung aus, basierend auf Verkostung, Vergleich und Forschung. Dieser Ansatz prägt die technische und kulturelle Entwicklung der Weine.
Die Produktion folgt keinen festen Mustern, sondern entwickelt sich als Prozess, in dem jeder Jahrgang eine neue Interpretation des Terroirs darstellt. Die Menge bleibt bewusst begrenzt.
Ziel ist nicht Quantität, sondern Ausdruckstiefe und die Fähigkeit, Zentralsizilien zu erzählen. Das Ergebnis ist ein kohärentes, identitätsstarkes und sich entwickelndes Sortiment.
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