Occhio di Sale 2024 Giuseppe Cipolla
26,90 €
| Weinlese | |
|---|---|
| Hersteller | |
| Typ | Rotwein |
| Formato | 75 Cl |
| Provenienz | Italien |
| Weintraube | Catarratto, Nerello Mascalase, Nero d'Avola, Trebbiano |
| Magazzino | |
| Bollino | handwerklich, Heimische Hefen, Holzfässer, Stahl |
Occhio di Sale 2024
Occhio di Sale 2024
Weinüberblick
Der Occhio di Sale 2024 ist ein weiß-rot geprägter, territorialer Wein, der die zeitgenössische Interpretation von Giuseppe Cipolla in Passofonduto in Zentralsizilien widerspiegelt. Er besteht aus einer Cuvée von Nero d’Avola (80%), Nerello Mascalese, Inzolia und Trebbiano (20%), die Struktur, Frische und aromatische Spannung vereint. Die Trauben stammen von sandigen Böden, die dem Wein Salzigkeit, Leichtigkeit und Trinkfluss verleihen. Der Jahrgang 2024 zeigt eine unmittelbare und agile Interpretation des Terroirs mit einem frischeren Profil im Vergleich zu strukturierteren Weinen. Die Vinifikation zielt auf Reinheit und aromatische Integrität durch einen direkten, minimalen Eingriff. Das Ergebnis ist ein gastronomischer, dynamischer und stark identitätsgeprägter sizilianischer Wein.
Geschichte und Kontext
Occhio di Sale entsteht im landwirtschaftlichen Projekt von Passofonduto im Platani-Tal als eine leichtere und direktere Interpretation der Philosophie von Giuseppe Cipolla. Dieser Wein unterscheidet sich von den strukturierteren Weinen des Weinguts und fokussiert sich auf Frische und Trinkbarkeit. Der Name verweist auf die salzige und mineralische Prägung der sandigen Böden. Die Cuvée aus autochthonen und traditionellen Rebsorten spiegelt den Anspruch wider, einen vielseitigen, aber stark territorial geprägten Wein zu schaffen. Der Wein steht für Unmittelbarkeit und Balance.
Weinbergsphilosophie
Die Trauben stammen aus Weinbergen auf sandigen Böden, die schnelle Reife und feine Aromatik fördern. Nero d’Avola liefert Struktur, während Nerello Mascalese, Inzolia und Trebbiano Frische und aromatische Komplexität beisteuern. Die Bewirtschaftung erfolgt handwerklich mit Fokus auf Traubenqualität. Die Lese zielt auf Erhalt von Säure und aromatischer Integrität. Die Sorten schaffen ein Gleichgewicht zwischen Körper, Frische und Trinkfluss.
Vinifikation und Ausbau
Die Vinifikation umfasst Direktpressung entrappten Leseguts und einen Anteil mit Ganztrauben, mit kurzer Maischestandzeit über Nacht. Die Gärung erfolgt in Edelstahl zur Erhaltung der aromatischen Reinheit. Der Ausbau findet mehrere Monate im Stahl statt, ohne Holzeinsatz. Das Ergebnis ist ein frischer, geradliniger und leicht trinkbarer Wein.
Verkostungsnotizen
Farbe: helles, leuchtendes Rot mit transparenten rubinfarbenen Reflexen.
Nase: frische rote Früchte, florale Noten und mineralisch-salzige Nuancen.
Gaumen: agil, frisch und saftig mit feinen Tanninen und salzigem Finale.
Speiseempfehlung
Passt zu Fleischpasta, Braten und Grillgerichten. Auch geeignet für mediterrane und leicht würzige Küche.
Technisches Datenblatt
- Jahrgang: 2024
- Format: 0,75 L
- Rebsorten: Nero d’Avola 80%, Nerello Mascalese, Inzolia, Trebbiano 20%
- Herkunft: Passofonduto (Caltanissetta, Sizilien)
- Boden: sandig
- Vinifikation: Direktpressung, Teil Ganztrauben, kurze Maischestandzeit, Gärung im Edelstahl
- Ausbau: einige Monate im Edelstahl
- Alkohol: 11,5%
- Serviertemperatur: 10–12 °C
- Enthält Sulfite
Weingut Giuseppe Cipolla
Geschichte und Identität des Weinguts
Das Weingut Giuseppe Cipolla liegt im Herzen des Flusstals Platani zwischen den Provinzen Agrigent und Caltanissetta in einer Landschaft aus kalk- und gipshaltigen Hügeln, die eine der geologisch interessantesten Regionen Siziliens bilden. Das Projekt entstand 2014 in Passofonduto, einem symbolischen Ort und operativen Zentrum der gesamten landwirtschaftlichen Tätigkeit, innerhalb der sogenannten „Gips-Schwefel-Formation“.
Giuseppe Cipolla, geboren 1979, stammt aus einem völlig anderen beruflichen Umfeld und arbeitete über zwanzig Jahre in einer Notariatskanzlei. Seine Entscheidung für den Weinbau stellt einen radikalen und bewussten Wandel dar, geprägt von persönlicher Suche und starker Verbundenheit zur Natur.
Das Projekt begann auf kleiner Fläche mit etwa 1,5 Hektar und wuchs schrittweise auf bis zu fünf Hektar, stets mit handwerklichem Charakter. Das Familienhaus wurde zum Produktions- und Denkzentrum.
Das Weingut ist nicht nur Produktionsstätte, sondern auch Raum für Reflexion und Experiment. Jeder Wein entsteht aus einem kontinuierlichen Denkprozess, geprägt von Verkostungen und Austausch. Die Entwicklung ist langsam, konsequent und eng mit dem Terroir verbunden.
Weinbergsphilosophie und Bewirtschaftung
Die Weinbergsphilosophie basiert auf dem Gleichgewicht zwischen Umwelt, Boden, Rebsorte und menschlichem Eingriff. Die Reben wachsen auf kalk- und gipshaltigen Böden, die Struktur und Charakter der Weine entscheidend prägen.
Die Sorten Nero d’Avola, Nerello Mascalese, Catarratto und Zibibbo werden im traditionellen Buschsystem (Alberello) erzogen, das Konzentration und Identität fördert. Die Bewirtschaftung erfolgt mit minimalen Eingriffen und großem Respekt für das Ökosystem.
Jede Parzelle wird einzeln interpretiert, mit getrennten Lesezeitpunkten zur Hervorhebung jedes Mikroterroirs. Ziel ist es, die Herkunft des Bodens klar im Wein auszudrücken.
Die Biodiversität mit Wäldern, Wildpflanzen, Oliven- und Mandelbäumen schafft ein natürliches Gleichgewicht im Weinberg.
Kellerarbeit und Vinifikation
Die Kellerei ist eine einfache Struktur innerhalb des Familienhauses in Passofonduto und dient als handwerklicher und experimenteller Raum. Die Vinifikation erfolgt mit minimalen Eingriffen, um die Identität der Trauben zu bewahren.
Die Gärung erfolgt spontan durch indigene Hefen, ein zentrales Element des Terroir-Ausdrucks. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Jahrgang und Weinberg erhalten.
Der Ansatz legt Wert auf Transparenz und territoriale Klarheit, ohne invasive Techniken. Der Ausbau variiert je nach Parzelle und Jahrgang.
Der Wein wird begleitet, nicht kontrolliert, sodass der Boden seine Struktur bestimmt. Jede Flasche ist eine Synthese aus Ort, Klima und Winzersensibilität.
Produktionsvision und Stilidentität
Das Projekt zeichnet sich durch kontinuierliche Entwicklung aus, basierend auf Verkostung, Vergleich und Forschung. Dieser Ansatz prägt die technische und kulturelle Entwicklung der Weine.
Die Produktion folgt keinen festen Mustern, sondern entwickelt sich als Prozess, in dem jeder Jahrgang eine neue Interpretation des Terroirs darstellt. Die Menge bleibt bewusst begrenzt.
Ziel ist nicht Quantität, sondern Ausdruckstiefe und die Fähigkeit, Zentralsizilien zu erzählen. Das Ergebnis ist ein kohärentes, identitätsstarkes und sich entwickelndes Sortiment.
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