Le Robbe 2024 Giuseppe Cipolla
29,90 €
| Weinlese | |
|---|---|
| Hersteller | |
| Typ | Rotwein |
| Formato | 75 Cl |
| Provenienz | Italien |
| Weintraube | Inzolia, Nerello Mascalase, Nero d'Avola |
| Magazzino | |
| Bollino | handwerklich, Heimische Hefen, Holzfässer, Stahl |
Le Robbe 2024
Weinüberblick
Der Le Robbe 2024 ist ein Rotwein, der eine der strukturiertesten und tiefsten Ausdrucksformen der Arbeit von Giuseppe Cipolla in Passofonduto darstellt. Er basiert auf Nero d’Avola (95%) und Inzolia (5%), was Kraft, Frische und aromatische Komplexität vereint. Die Reben wachsen auf Böden aus Sand, Ton, Kalk und Gips, die Struktur und Mineralität verleihen. Der Jahrgang 2024 zeigt ein intensives Profil bei gleichzeitig handwerklichem Ansatz. Die Vinifikation betont Frucht und Präzision. Das Ergebnis ist ein kräftiger, territorial geprägter Wein.
Geschichte und Kontext
Le Robbe ist Teil des Projekts in Passofonduto im Platani-Tal und steht für eine strukturierte Interpretation Siziliens. Der Wein zeigt die Weiterentwicklung der Philosophie. Die Umgebung ist geprägt von Biodiversität und vielfältigen Böden. Der Name steht für Authentizität.
Weinbergsphilosophie
Die Trauben wachsen auf gemischten Böden. Nero d’Avola bringt Kraft, Inzolia Frische. Minimaler Eingriff und Fokus auf Qualität.
Vinifikation und Ausbau
Maischezeit 2–6 Tage. Ausbau in Kastanienholz. Ergebnis: strukturiert und ausgewogen.
Verkostung
Farbe: Rubinrot.
Nase: dunkle Früchte.
Gaumen: voll und warm.
Speisen
Passt zu Fleisch und mediterraner Küche.
Technische Daten
- Jahrgang: 2024
- Format: 0,75 L
- Rebsorten: Nero d’Avola 95%, Inzolia 5%
- Herkunft: Sizilien
- Alkohol: 13%
- Enthält Sulfite
Weingut Giuseppe Cipolla
Geschichte und Identität des Weinguts
Das Weingut Giuseppe Cipolla liegt im Herzen des Flusstals Platani zwischen den Provinzen Agrigent und Caltanissetta in einer Landschaft aus kalk- und gipshaltigen Hügeln, die eine der geologisch interessantesten Regionen Siziliens bilden. Das Projekt entstand 2014 in Passofonduto, einem symbolischen Ort und operativen Zentrum der gesamten landwirtschaftlichen Tätigkeit, innerhalb der sogenannten „Gips-Schwefel-Formation“.
Giuseppe Cipolla, geboren 1979, stammt aus einem völlig anderen beruflichen Umfeld und arbeitete über zwanzig Jahre in einer Notariatskanzlei. Seine Entscheidung für den Weinbau stellt einen radikalen und bewussten Wandel dar, geprägt von persönlicher Suche und starker Verbundenheit zur Natur.
Das Projekt begann auf kleiner Fläche mit etwa 1,5 Hektar und wuchs schrittweise auf bis zu fünf Hektar, stets mit handwerklichem Charakter. Das Familienhaus wurde zum Produktions- und Denkzentrum.
Das Weingut ist nicht nur Produktionsstätte, sondern auch Raum für Reflexion und Experiment. Jeder Wein entsteht aus einem kontinuierlichen Denkprozess, geprägt von Verkostungen und Austausch. Die Entwicklung ist langsam, konsequent und eng mit dem Terroir verbunden.
Weinbergsphilosophie und Bewirtschaftung
Die Weinbergsphilosophie basiert auf dem Gleichgewicht zwischen Umwelt, Boden, Rebsorte und menschlichem Eingriff. Die Reben wachsen auf kalk- und gipshaltigen Böden, die Struktur und Charakter der Weine entscheidend prägen.
Die Sorten Nero d’Avola, Nerello Mascalese, Catarratto und Zibibbo werden im traditionellen Buschsystem (Alberello) erzogen, das Konzentration und Identität fördert. Die Bewirtschaftung erfolgt mit minimalen Eingriffen und großem Respekt für das Ökosystem.
Jede Parzelle wird einzeln interpretiert, mit getrennten Lesezeitpunkten zur Hervorhebung jedes Mikroterroirs. Ziel ist es, die Herkunft des Bodens klar im Wein auszudrücken.
Die Biodiversität mit Wäldern, Wildpflanzen, Oliven- und Mandelbäumen schafft ein natürliches Gleichgewicht im Weinberg.
Kellerarbeit und Vinifikation
Die Kellerei ist eine einfache Struktur innerhalb des Familienhauses in Passofonduto und dient als handwerklicher und experimenteller Raum. Die Vinifikation erfolgt mit minimalen Eingriffen, um die Identität der Trauben zu bewahren.
Die Gärung erfolgt spontan durch indigene Hefen, ein zentrales Element des Terroir-Ausdrucks. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Jahrgang und Weinberg erhalten.
Der Ansatz legt Wert auf Transparenz und territoriale Klarheit, ohne invasive Techniken. Der Ausbau variiert je nach Parzelle und Jahrgang.
Der Wein wird begleitet, nicht kontrolliert, sodass der Boden seine Struktur bestimmt. Jede Flasche ist eine Synthese aus Ort, Klima und Winzersensibilität.
Produktionsvision und Stilidentität
Das Projekt zeichnet sich durch kontinuierliche Entwicklung aus, basierend auf Verkostung, Vergleich und Forschung. Dieser Ansatz prägt die technische und kulturelle Entwicklung der Weine.
Die Produktion folgt keinen festen Mustern, sondern entwickelt sich als Prozess, in dem jeder Jahrgang eine neue Interpretation des Terroirs darstellt. Die Menge bleibt bewusst begrenzt.
Ziel ist nicht Quantität, sondern Ausdruckstiefe und die Fähigkeit, Zentralsizilien zu erzählen. Das Ergebnis ist ein kohärentes, identitätsstarkes und sich entwickelndes Sortiment.
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